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Inhaltliche Ausrichtung der 2. Interdisziplinären Sommerakademie Rostock (ISAR2012)

Die ISAR2012 hat zwei Hauptanliegen: Mit einem besonderen Fokus auf die beschleunigte mediale Entwicklung des 20./21. Jahrhunderts werden die Interdependenzen von Mensch und Medium auf unterschiedlichen Ebenen analysiert und kritisch reflektiert. Zugleich wird untersucht, was Hartmut Winkler den „Zusammenfall von Menschheitsgeschichte und Mediengeschichte“ nennt. Schlaglichtartig steht die diachrone Entwicklung des Medienbegriffs im Mittelpunkt, um zu zeigen, wie Medien nicht erst seit der „Ära-Gutenberg“ das menschliche Leben prägen, sondern wie sie darin seit jeher eine bedeutsame Rolle spielen.

Sachlich und methodisch ist die ISAR2012 im Feld der neueren kulturwissenschaftlichen Forschungen verankert, die im Rahmen der Philologien (wie z.B. Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Romanistik), der Medien-, Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie der Religionswissenschaften durchgeführt werden. Dabei ist eine ständige Auseinandersetzung mit Medien- und Kommunikationstheorien notwendig. Der besondere Akzent der ISAR2012 liegt darauf, die Teilnehmer in Fragestellungen der Medienwissenschaften einzuüben, die – ausgehend von der Vielfalt der Medien, ihrer Produktion und Rezeption – von verschiedenen Theorieansätzen und unterschiedlichen Zugriffsweisen ausgehen und die deshalb nur interdisziplinär diskutiert werden können.

Das Thema der ISAR2012 soll in einem zweischrittigen Verfahren gemeinsam erarbeitet werden: Zunächst leitet die Lektüre von einschlägigen Texten in Theorien und Modelle der aktuellen Medienforschung ein. Diese werden dann auf der Grundlage exemplarisch gemeinter Forschungsfelder, wie sie zurzeit an der Universität Rostock und insbesondere im Umkreis des Graduiertenzentrums der Philosophischen Fakultät und des Departments „Wissen – Kultur – Transformation“ diskutiert werden, vertieft. Dabei wird die Interdependenz von Menschen und Medien zum einen in ihrer historischen Entwicklung und zum anderen mit besonderem Fokus auf die beschleunigte mediale Entwicklung des 20. und 21. Jahrhunderts in den Blick genommen. Dies geschieht in einer Folge von Lehreinheiten, die sich mit der Entstehung von Medien, medialen Zeichensystemen, Netzwerken, den didaktischen Möglichkeiten und Erfordernissen von Medien und ihrer Rolle innerhalb der Kultur beschäftigen.